FAQ (Häufig gestellte Fragen)



1. Was ist der Unterschied zwischen einer Bestellung und einer Anfrage?

Der KARL MAYER WEBSHOP Ersatzteile bietet Ihnen die Möglichkeit Artikel, mit Fokus auf Verschleiß und gängige Ersatzteile, die ab Lager verfügbar sind, direkt über den Bestellkorb zu bestellen. Ihre Bestellung wird automatisch und schnell abgewickelt.

Darüber hinaus können Sie Ersatzteile über Ihren maschinenspezifischen Ersatzteilkatalog, verfügbar für Maschinen ab Baujahr 2006, direkt auswählen und bei KARL MAYER über den Anfragekorb anfragen. KARL MAYER Mitarbeiter werden Ihre Anfrage individuell bearbeiten und Ihnen ein Angebot unterbreiten bzw. mit Ihnen bei Rückfragen in Kontakt treten.


2. Was verbirgt sich hinter der Funktion „Katalog“?

Hier werden hauptsächlich Verschleiß und gängige Teile für Ihre Wirkmaschine angezeigt. Diese Teile können direkt über den Bestellkorb bestellt werden.


3. Was verbirgt sich hinter der Funktion „Meine Maschinen“

Der KARL MAYER WEBSHOP Ersatzteile bietet Ihnen die Möglichkeit Ihren Maschinenpark virtuell zu verwalten (Meine Maschinen). Sie haben die Möglichkeit Maschinen zu ihrem Maschinenpark hinzuzufügen und zu entfernen. Bitte beachten Sie hierzu, dass dieser Vorgang bei KARL MAYER intern geprüft wird und freigegeben werden muss.

Unter dem Menüpunkt Meine Maschinen können Sie zudem auf die die Ersatzteilkataloge, und die Bedienungsanleitungen Ihrer Maschinen für Maschinen ab dem Baujahr 2006 zugreifen.


4. Ich habe eine falsche Bestellung aufgegeben. Was kann ich tun?

Bitte kontaktieren Sie die KARL MAYER Vertretung in Ihrem Land, oder den zuständigen Sachbearbeiter bei KARL MAYER.


5. Musterscheibenbestellung

5.1 Grundsätzliches
Das Bestellformular dient der effizienten Bestellung von Musterscheiben und -ketten.
Sollte ein Tempi-Wechsel notwendig sein muss dieser separat angefragt werden

5.1.1 Was wird nach Eingabe der Daten überprüft?
Nach Eingabe der Daten erfolgt im Hintergrund eine Real-Time-Überprüfung. Die Daten werden auf Plausibilität und anschließend auf technische Machbarkeit geprüft.

Legungen werden immer für eine GB-Position (Versatzreihe) geprüft. Das zusammenhängende Muster (bestehend aus den Legungen aller GB-Positionen) wird nicht geprüft. Daher siehe auch musterabhängige Probleme in Punkt 4.


Folgende Prüfungen finden statt:

Maschinendaten:

Passt die ausgewählte Feinheit zu meiner Maschine?
Passt das Übersetzungsverhältnis zu meiner Maschine?
Wurde eine passende GB-Position ausgewählt?

Legung:

Wurde der maximal mögliche Unterlegungssprung eingehalten?
Wurde der maximale mögliche Versatzweg eingehalten (höchster Punkt der Legung)?
Ist eine Köperlegung auf der Versatzreihe technisch machbar?
Kann die ausgewählte Versatzreihe nur eine Schusslegung oder muss diese eine Maschelegung beinhalten?
Entspricht das Legungsschema bei doppelfonturigen Maschinen der beschriebenen Regeln?
Beinhaltet die Legung Wiederholungen?

5.1.2 Fehlermeldungen
Der Vorgang kann trotz Fehlermeldungen abgeschlossen werden. In diesem Fall landen die Daten im Anfragekorb. Es erfolgt anschließend eine Überprüfung in der Fachabteilung. Sie werden nach der Prüfung von uns kontaktiert.

Was muss ich bei einer Fehlermeldung tun?

Es ist eine Prüfung in der Fachabteilung notwendig.
Die Legung enthält X Wiederholungen.
Die Feinheit X ist nicht zulässig.
Die Legung muss mindestens einmal die Zahl 0 enthalten.
Die Legung entspricht nicht dem richtigen Schema.

5.1.3 Tempi-Wechsel
Sollte ein Tempi-Wechsel notwendig sein muss dieser separat angefragt werden.


5.2 Allgemeine Hinweise zur Legung

5.2.1 Einfonturige Legungsschreibweise (HKS, RS,… )
Die korrekte Schreibweise der Legung für einfonturige Maschinen (über die Schnellerfassung der Legung) ist wie folgt:
Beispiel: 1-0/2-3// zwei Zahlen werden mit einem „-„ getrennt. Zahlenpaare werden mit einem „/“ getrennt.

5.2.2 Doppelfonturige Legungsschreibweise (RD, HDR,… )
Bei doppelfonturigen Maschinen beinhaltet die Legung Angaben zur vorderen und zur hinteren Nadelbarre.
Die korrekte Schreibweise der Legung für doppelfonturige Maschinen (über die Schnellerfassung der Legung) ist wie folgt:
Beispiel: F-F-B-B/F-F-B-B// F: Front (vorne) / B: Back (hinten)
Beispiellegung: 1-0-1-0/2-3-2-3// vier Zahlen werden mit einem „-„ getrennt. Zahlenpaare werden mit einem „/“ getrennt.

5.2.3 Köperlegung
Anfragen zu Köperlegungen müssen in den meisten Fällen in der Fachabteilung auf technische Machbarkeit geprüft werden.
Beispiel: 2-0/1-3//
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)

5.2.4 Legung „doppelhoch“, „dreifachhoch“
Es ist nicht notwendig die Legung „doppelhoch“ oder „dreifachhoch“ anzugeben. Dies kann zu fehlerhaften Lieferungen bzw. einer Fehlermeldung führen.
Beispiel für doppelhoch: 1-0/2-3// statt 2-0/4-6// verwenden.
Beispiel für dreifachhoch: 1-0/2-3// statt 3-0/6-9// verwenden.

5.2.5 Zusammenhänge zwischen Übersetzungsverhältnis und Rapportlänge
Gängige Übersetzungsverhältnisse bei einem N-Getriebe sind: 12:1, 16:1, 24:1, 32:1, 48:1
Gängige Übersetzungsverhältnisse bei einem E-Getriebe sind: 4:1, 8:1
Die Rapportlänge muss bei Musterscheiben immer einem gemeinsamen Teiler der Übersetzung entsprechen. Bei Ketten kann die Rapportlänge auch länger sein.
Beispiel: Übersetzungsverhältnis = 16:1 => Mögliche Rapportlängen = 2; 4; 8; 16

Daher alle möglichen Rapportlängen müssen durch das Übersetzungsverhältnis restlos teilbar sein.
Rapportlänge bei „einfonturigen“ Maschinen:
Beispiel: 1-0/2-3// Zwei Zahlenpaare => Rapportlänge: 2
Rapportlänge bei „doppelfonturigen“ Maschinen:
Beispiel: 1-0-0-0/2-3-3-3// Vier Zahlenpaare = Rapportlänge: 2

5.3 Was muss ich bei bestimmten Fehlermeldungen beachten?
5.3.1 „Es ist eine Prüfung in der Fachabteilung notwendig.“
Das Erscheinen dieser Fehlermeldung kann verschiedene Ursachen haben.
Trotz dieser Meldung kann der Vorgang abgeschlossen werden. Die Anfrage wird zur Überprüfung an die Fachabteilung weitergeleitet. Nach der Prüfung werden Sie von uns kontaktiert.

5.3.2 „Die Legung enthält „x“ Wiederholungen.“
Es ist nicht notwendig die Legung mit Wiederholungen anzugeben. Es reicht wenn der kürzeste mögliche Rapport eingetragen wird.
Beispiel: 1-0/1-2// statt 1-0/1-2/1-0/1-2// eingeben.
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)

5.3.3 „Die Feinheit „x“ ist nicht zulässig. Zulässige Werte: „x“.“
Die zulässigen Feinheiten zu den jeweiligen Maschinen sind in einem internen System abgelegt. Bei Abweichungen wird die obige Fehlermeldung eingeblendet.
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)

5.3.4 „Die Legung muss mindestens einmal die Zahl 0 beinhalten.“
Beispiel: 1-0/2-3// statt 2-1/3-4// verwenden. Das Muster bleibt dabei unverändert.
In Sonderfällen ist ein „Hochschreiben“ der Legung zulässig. Für solche Fälle erfolgt eine Überprüfung in der Fachabteilung.
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)

5.3.5 „Legung entspricht nicht dem richtigen Schema.“
Bei doppelfonturigen Maschinen beinhaltet die Legung Angaben zur vorderen und zur hinteren Nadelbarre.

Beispiel: F-F-B-B/F-F-B-B// F: Front (vorne) / B: Back (hinten)

Es gibt Legungen um nur auf einer der beiden Nadelbarren (vorne oder hinten) Maschen zu bilden. Für die andere Nadelbarre werden (Legungs-) Platzhalter verwendet. Entsprechen die Platzhalter nicht dem hier definierten Standard wird eine Fehlermeldung eingeblendet.


Im Folgenden die zwei Regeln zu (Legungs-) Platzhaltern:

Masche nur auf der „vorderen“ Nadelbarre:
Sollte eine Legung gewünscht sein um nur auf der vorderen Nadelbarre Maschen zu bilden, ist die Legung wie folgt:

Beispiel: 1-0-0-0/2-3-3-3// Das Zahlenpaar für die hintere Nadelbarre muss der vorherigen Zahl entsprechen.
(Vorausgesetzt eine Maschenbildung vorne ist auf der Versatzreihe technisch möglich.)

Masche nur auf der „hinteren“ Nadelbarre:

Sollte eine Legung gewünscht sein um nur auf der hinteren Nadelbarre Maschen zu bilden, muss die Legung wie folg aussehen:

Beispiel: 3-3-1-0/0-0-2-3// Das Zahlenpaar für die vordere Nadelbarre muss der vorherigen Zahl entsprechen. Wobei die letzte Zahl der Legung dem ersten Zahlenpaars entspricht.
(Vorausgesetzt eine Maschenbildung hinten ist auf der Versatzreihe technisch möglich.)


Im Folgenden wird für diese zwei Varianten keine Regel benötigt:

Masche auf der „vorderen und hinteren“ Nadelbarre:

Sollte eine Legung gewünscht sein um auf der vorderen und hinteren Nadelbarre Maschen zu bilden, ist die Legung wie folgt:

Beispiel: 1-0-1-0/2-3-2-3//
(Vorausgesetzt eine Maschenbildung vorne + hinter ist auf der Versatzreihe technisch möglich.)

Keine Masche, nur Schuss:

Beispiel: 0-0-0-0/1-1-1-1//
(Vorausgesetzt nur Schuss ist auf der Versatzreihe technisch möglich.)
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)


Musterabhängige Probleme

Powernet auf vierbarrigen Kettstühlen (HKS4,…)
Bei einer sehr offenen Ware wie einem Powernet ergeben sich textiltechnische Probleme auf Kettstühlen. Kettstühle haben eine Grundplatine zum Einschließen und Abschlagen der Ware. Dazu werden seitliche Verbindungen benötigt (eine Unterlegungen zur benachbarten Nadel). Wenn diese Unterlegungen weit voneinander entfernt sind kann die Platine die Ware nicht halten.
Daher kann ein Powernet nur auf einer Raschelmaschine textiltechnisch sinnvoll gearbeitet werden.
Bitte beachten Sie, dass eine Überprüfung dieses Musters im Bestellprozess nicht möglich ist.

Beispiel-Legungen für ein Powernet:
GB1: 1-0/1-2/2-1/2-3/2-1/1-2//
GB2: 2-3/2-1/1-2/1-0/1-2/2-1//
GB3: 0-0/1-1//
GB4:1-1/0-0//


6 Musterketten

6.1 Allgemeine Informationen zu Musterketten
Bei Musterketten erfolgt immer eine technische Prüfung in der Fachabteilung.

6.2 Berechnung der gesamten Rapportlänge

Die gesamte Rapportlänge errechnet sich automatisch durch die Eingabe der Rapportlänge (ohne Wiederholungen) und die Anzahl der Wiederholungen.
Es ist nicht notwendig eine sich wiederholende Legung einzutragen.

Beispiel: Rapportlänge=12 / Anzahl der Wiederholungen=4
Legung: 1-0/1-2/1-0/1-2/3-4/5-6/7-8/7-6/7-8/7-6/5-4/3-2//
Ergebnis: Rapportlänge gesamt=48
(Trotz einer Fehlermeldung kann der Vorgang abgeschlossen werden.)

6.3 Berechnung der Anzahl Kettenglieder
Die Anzahl der Kettenglieder wird automatisch anhand folgender Informationen ermittelt:

Getriebe (N/E/H-Getriebe)
Gesamte Rapportlänge
Übersetzungsverhältnis
Formel: Anzahl der Kettenglieder=[Anzahl Kettenglieder auf Trommel/Übersetzungsverhältnis*Gesamte Rapportlänge]
Anzahl Kettenglieder auf Trommel:
N-Getriebe=48 Kettenglieder
E-Getriebe=16 Kettenglieder
H-Getriebe=16 Kettenglieder
Ist wegen einer Umlenkung eine längere Kette notwendig, kann über die Anzahl der Wiederholungen die Kettenlänge beeinflusst werden.

Beispiel:
Getriebe=N-Getriebe / Gesamte Rapportlänge=12 / Übersetzungsverhältnis=12:1
= 48/12*12=48 Kettenglieder